Unsere Geschichte

…aufgeschrieben von Elke Loepthien

Die Vision von Circlewise wurde 2008 geboren. In einer hell durchwachten Nacht spürte und sah ich ein Bildungsunternehmen, das Lern-Erlebnisse in die Welt schenkt, die tiefe Verbindung schaffen, in denen Menschen erleben wie es sich anfühlt und erlernen wie es machbar ist, sogar in der heutigen Zeit gesunde, tragfähige, dorfähnliche Gemeinschaft zu kreieren – immer wieder.

Aus diesen Erlebnis- und Lernräumen würden allmählich dauerhafte, gesunde, tragfähige Netzwerke erwachsen.

Ich schrieb alles auf, teilte es mit meinem damaligen Mentor Jon Young, der mich ermutigte und bestärkte, und ich konnte es selbst kaum glauben, weil dies alles ganz utopisch erschien. Würde das wirklich eines Tages wahr werden?

Auf dem Weg vor und nach diesem Ereignis gab es unzählige Inspirationen und Impulse die ihren Weg hinein in unsere Arbeit fanden.

Der Anfang vor dem Anfang

Die ersten fast drei Jahrzehnte meines Lebens (und später auch immer mal wieder!) waren von großen Einsamkeitsgefühlen geprägt. Ich war im Innern schüchtern und verschlossen (das bin ich immer noch :-), konnte mich selbst schwer als zugehörig empfinden, und sehnte mich doch danach. Irgendwo in mir gab es eine Ahnung davon, dass viel mehr Gemeinschaft möglich sein muss, mehr als ich es selbst persönlich erfahren hatte – kennst du das auch von dir selbst?

Ich wollte so gern einen Beitrag zum Leben dazu schenken und war auf der Suche danach, was ich geben könnte. Schon immer faszinierten mich Orte, Menschen und Veranstaltungen, die es schafften, dass Menschen sich so richtig zuhause fühlen und sich selbst entfalten konnten: die Jugendgruppe der christlichen Gemeinde in meiner Heimatstadt Prenzlau, die progressive ehemalige Bundesjugendschule des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Oberursel, in der ich mehrere Jahre als Teamerin tätig war, die Intentional Communities und Gemeinschaftsprojekte, die ich auf Reisen kennengelernt hatte.

Im Jahr 2002 begann ich das Kamana Naturalist Program, eine Art Natur-Kunde-Fernkurs, und lernte dabei, dass eine tiefe Verbindung zur Natur ganz grundlegend dafür ist, mich als Mensch wirklich “einheimisch” auf der Erde fühlen zu können, und ich fing an mich intensiv mit dem zu beschäftigen, was in Deutschland üblicherweise “Wildnispädagogik” und in den USA oft “Mentoring für eine tiefe Naturverbindung” genannt wird.

AOM07_JY_Elke2Ein besonders wichtiges Ereignis war 2005 der “Art of Mentoring” Workshop mit Jon Young im Lebensgarten Steyerberg, der von der Wildnisschule Wildniswissen organisiert war. Die Kunst, andere Menschen auf eine Weise zu begleiten, die es ihnen ermöglicht, in inniger, tiefer Verbindung mit der Natur zu sein, hatte mich schon eine Weile beschäftigt. Nun kam dazu das Phänomen, einen großen Haufen von zusammengewürfelten Menschen innerhalb kürzester Zeit in eine Gemeinschaft zu verwandeln, die sich teilweise anfühlte wie eine gewachsene, gesunde und Halt gebende Dorfgemeinschaft.

Diese Veranstaltung als Helferin mit Blick hinter die Kulissen mitzuerleben, beflügelte mich nicht nur dazu, ganz übermütig schnell Mutter zu werden, sondern war auch ein Meilenstein auf dem Weg von Circlewise. Mehrere Jahre lang lernte ich danach so viel, so intensiv und so persönlich wie möglich von Jon Young, dem Begründer der Wilderness Awareness School, und anderen Menschen aus seinem Netzwerk in den USA, über etwas das damals noch “Cultural Mentoring” genannt wurde – das Begleiten und Fördern von einer Kultur der Verbundenheit.

Fast zwei Jahre lang konnte ich Teil einer Handvoll Menschen hier in Europa sein, die zweimal wöchentlich im damaligen Wayfinder-Programm von Jon am Telefon auf ihrem Lernweg begleitet wurden. Mein Hunger danach, mich daran zu erinnern, wer ich wirklich bin und warum ich hier bin war sehr groß und ich verbrachte während des ersten Jahres viel Zeit damit, zu forschen und zu lauschen, was für ein Herzensprojekt oder Lebenswerk ich eines Tages in die Welt schenken könnte, bevor die Vision für Circlewise wie ein dickes großes Segelschiff aus dem dichten Nebel meiner Lern- und Wanderjahre auftauchte… und erstmal wieder verblasste.

28538_391296002851_1596076_nKurze Zeit später, im Sommer 2009, hatte ich die Möglichkeit, für zehn Monate mit meinem Sohn und meinem damaligen Partner nach Kalifornien zu gehen, und dort vor Ort drei Tage pro Woche das intensiv zu studieren, was mein Herz zum singen brachte: Ich konnte am Regenerative Design Institute als Helferin für “Cultural Mentoring” beim damaligen 9monatigen Regenerative Design and Nature Awareness Program nahe San Francisco teilnehmen. Während dieser Zeit lebten wir in einer kleinen Gemeinschaft auf dem Gelände meines Lehrers und lernten viele Menschen, und damit auch Perspektiven, Werkzeuge und Hintergründe vom Naturverbindungs-Netzwerk in den USA kennen. Wir verbrachten auch fast zwei Monate in Nanish Shontie, einen stammesübergreifenden und interkulturellen Gemeinschaftsprojekt in Oregon.

Ich hatte während der Zeit in Kalifornien unzählige Gelegenheiten, das zu erforschen, was ich am meisten liebte und worüber ich nebenbei an der Internationalen Gaia University ein Graduate Diploma schrieb: Regenerative Community Design – das Gestalten und Begleiten von regenerativer, also lebensfördernder Gemeinschaft. Viele Erlebnisse, Bücher, Gespräche, Reflektionen und gute Fragen meiner MentorInnen in der Zeit (beispielsweise Dave Shaw) halfen mir dabei, durchzusieben, manches wegzulassen, anderes stärker in den Fokus zu nehmen, und letztendlich bewusst ein Bündel zu schnüren für meine spätere Arbeit zurück in Deutschland.

Hier traf ich auch zum ersten Mal Sobonfu Somé, die später eine der Lehrerinnen für Circlewise werden sollte, und Julie Langhorne, unsere geliebte Älteste, die seit vielen Jahren als wichtiger Anker hinter unserer Arbeit steht.

Nach unserer Rückkehr im Sommer 2010 vollendete ich mein Studium an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, pirschte mit einer kleinen Kindergruppe durch den Wald und schrieb meine Diplomarbeit in Umweltbildung über Verbundenheit als Aspekt einer Ökologie des Lernens. Darin erforschte ich, welche verschiedenen Arten oder Ebenen der Verbundenheit in ausgewählten indigenen Kulturen beschrieben werden, die zum Leben dazu gehören zu scheinen, und von denen wir hier im Westen einige gerade erst wieder neu entdecken.

Die ersten Veranstaltungen

Sobonfu2011Im November 2011 war es dann soweit: Ich leitete die ersten beiden Veranstaltungen im Circlewise-Stil (auch wenn es damals noch keinen Namen dafür gab), in Gemeinschaft mit einem ehrenamtlichen HelferInnen-Team. Insgesamt knapp 80 Menschen kamen zusammen, um mit Sobonfu Somé zu trauern und/oder als Frauen ihre weibliche Kraft zu stärken und zu erneuern.

Kurze Zeit später zeigte sich dann der Name für das, was wir da machten: Circle-Wise, kreise-weise – also mit der Weisheit des Kreises.

 

2013-2019 – Die Wildnis- und Natur-Kultur-Pädagogik-Weiterbildung

Circlewise startete 2013 die erste Wildnis- und Natur-Kultur-Pädagogik-Weiterbildung in Norddeutschland, in Zusammenarbeit mit der Stiftung WaldWelten in Eberswalde bei Berlin. Besonders war bei uns, dass ich (und später auch Greg Sommer) Erfahrungswissen über die Anwendung der von Jon Young und Kollegen beschriebenen 8 Schilde mitbringen konnte, welches bisher in Europa an die anderen Wildnisschulen immer nur im Rahmen weniger kurzer Workshops weitergegeben worden war.

team_eberswaldeEin wichtiger Punkt war hier für uns, dass wir Inhalte nicht einfach kopierten von unseren Lehrern. Alles was wir vermittelten, hatten wir viele Jahre lang selbst erprobt und möglichst tief durchdrungen, und zudem gaben wir auch immer etwas Frisches mit hinein in die Kurse. Wir folgen keinem festen Schema, sondern nahmen uns viel Freiheit, die Inhalte und die Form für jeden Ausbildungsjahrgang und jede Gruppe maßzuschneidern, damit die entstehende Verbindung zur Essenz der Wildnis- und Natur-Kultur-Pädagogik authentisch und lebendig sein kann. So wurde jedes Ausbildungsjahr einzigartig, genauso wie die Menschen, die daran teilnahmen.

Zunächst leitete ich die Ausbildungsblöcke mit Alex Meffert von der Corvus Natur- und Wildnisschule, dann mit wechselnder Besetzung mit Paul Wernicke, Rahmana Dziubany, Judith Wilhelm, und kurze Zeit später mit Greg Sommer als dauerhaftem Co-Lehrer. Greg hatte ich auch in Kalifornien kennengelernt, als er beim RDI die damalige Native Eyes Ausbildungsgruppe leitete. Greg war bereits als Jugendlicher viele Jahre in einer (durch zahlreiche Geschichten berühmt gewordenen :-)) Jugendgruppe von Jon Young gewesen, und hat damit eine in Europa einzigartige Ausbildung im Mentoring für Naturverbindung bekommen.

DSC_1177Das 8 Schilde-Modell und seine Erfahrbarkeit waren eine unserer Spezialitäten in unserer Form der Wildnispädagogik-Ausbildung, auf die wir besonderes Augenmerk legten. Vor allem in unserem PraktikantInnen-Programm konnten die 8 Schilde intensiv erfahren und reflektiert werden, so dass das Erlebte des ersten Ausbildungsjahres vertieft und mit Blick hinter die Kulissen gelernt werden konnte, für ein tieferes Verständnis und ein begleitetes Hineinwachsen in die Rolle des Mentors.

Im Jahr 2015 zogen wir unsere “WiNaKu” in den Süden um, zum wunderschönen Hohlenstein, dem Platz vom Hangab-Zentrum Bodensee.

2020 – Naturverbindung für zukunftsfähige Gesellschaftsgestaltung 

Seitdem hat sich der Zustand der Erde rapide verschlimmert, und die wachsende Zerstörung der Umwelt auf der einen Seite, das sich sprunghaft weiter entwickelnde kollektive Bewusstsein der Menschen auf der anderen Seite, und unser eigener reifender Erfahrungsschatz in der Mitte bewegten uns dazu, die Weiterbildung von Grund auf zu reformieren. 

Die Methoden und Ansätze der Wildnispädagogik waren eine wichtige Wurzel unserer Arbeit – gleichzeitig waren mit den Jahren viele andere Impulse hineingeflossen, durch die wir die bestehende Weiterbildung beständig weiter entwickelt hatten, und viele Methoden und Herangehensweisen die an Wildnisschulen üblich sind, haben wir in unserem Arbeitskontext bewusst reformiert. 

So hat sich diese Weiterbildung inhaltlich, methodisch und formal so weit verändert, dass sie wie aus einem Kokon in ein neues Leben schlüpfen kann. In der neuen Weiterbildung beschäftigen wir uns erfahrungsorientiert damit, wie wir eine bewusst erlebte und gestaltete Verbindung zur Natur um uns und zur Natur in uns finden und lebendig erhalten können – als Basis für das Gestalten einer enkeltauglichen Zukunft.
 
Wir vermitteln Kompetenzen dafür, diese tiefe Naturverbindungsarbeit für Menschen allen Alters auch wirkkräftig begleiten zu können.

Und wir laden ausdrücklich Menschen aller Berufsfelder zu dieser Weiterbildung ein: Pädagogen wie Ingenieure, Menschen in Verwaltung, Politik, Kunst und Kultur, Wissenschaft, Seelsorge und vielen anderen mehr.

Denn Naturverbindungsarbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben der heutigen Zeit – für das Wohlergehen der Menschen ebenso wie für das Überleben der Menschheit.

Heute gilt es dabei mehr denn je, eine naturverbundene Kultur nicht nur aus dem, was in der Vergangenheit war und überliefert wurde, zu bewahren, sondern bewusst für das was vor uns liegt zu formen.Naturverbundene Kultur gestalten heute bedeutet, die Erfahrungen der Vergangenheit in Verbindung mit den Bedürfnissen, Chancen und Möglichkeiten der Gegenwart und der Zukunft zu berücksichtigen. 

 

Mehr zur Weiterbildung Naturverbindung für zukunftsfähige Gesellschaftsgestaltung…

 

Die Workshops und unsere ehrenamtlichen HelferInnen

Daneben laufen seit 2011 viele Workshops, mit Sobonfu Somé und anderen wunderbaren GastlehrerInnen, wie Jon Young, Lauren & Dave Hage, Sal Gencarelle, Mala Spotted Eagle, Julie Langhorne und Warren Brush.

Die Workshops dienen zum einen unserem eigenen Wachstum und Inspiration, und zum anderen wollen wir auch ermöglichen, dass besondere Lehrer hier vor Ort von den Menschen erlebt werden können.

DSC04183-002Manche Veranstaltungen ziehen über 100 Menschen an, und sie geben uns die Möglichkeit als immer wieder neu zusammengewürfelte große Dorfgemeinschaft zusammen zu kommen, mit Kindern, Jugendlichen und Ältesten, und gemeinsam alte Verbindungen zu intensivieren und neue zu knüpfen, und das Netzwerk wachsen zu lassen.

Nicht zuletzt schenken die Workshops die Gelegenheit, gemeinsam zu dienen. Durch das gemeinsame Tun – jeder entsprechend seiner eigenen Möglichkeiten und der eigenen Bedürfnisse – entsteht Eudaimonie, jene tiefe, erfüllende Freude und Glückseligkeit, die Menschen dann empfinden, wenn sie die Sinnhaftigkeit ihres Lebens deutlich spüren, sich verbunden fühlen, und gewahr sind, wie sich ihr eigenes persönliches Handeln auf das Wohlergehen des Gesamten auswirkt.

Mehr zu den aktuellen Workshops…

Unser HelferInnen-Kreis

DSC04155Die meisten unserer HelferInnen sind Teilnehmer oder Absolventen von unseren Weiterbildungen.

Unsere Vision dabei ist es, gemeinsam eine authentische Dorf-Gemeinschaft aufzubauen, für die Zeit die wir zur Verfügung haben. Dabei ist es nicht was wir konkret leisten, erleben oder erschaffen sondern, wie wir miteinander und mit den Teilnehmenden umgehen, was für uns am meisten zählt.

Wir nutzen jeden Moment, jede Interaktion dafür, die Art von Miteinander zu praktizieren, die wir uns für die Zukunft wünschen. Besonders bedeutsam sind für unsere HelferInnen-Kreise aktive Wertschätzung, Dankbarkeit, Humor und ein tiefes inneres Commitment dafür, zum Wohlergehen der Menschen und der gesamten Schöpfung zu agieren, sich selbst aus einer inneren Fülle heraus zu verschenken und wirklich von Herzen im Dienst zu sein.

Fast alle unsere HelferInnen verfügen über irgendeine persönliche, tägliche spirituelle Praxis (aus ganz verschiedenen Traditionen/Religionen), hegen eine intensive, tiefe Verbindung zur Natur und glauben fest daran, dass ein friedvolles Miteinander von Menschen auf der Erde möglich ist und, dass sie selbst einen Teil dazu beitragen können.

Der Weg zu diesem inneren Kreis, der bei den Workshops in immer unterschiedlicher Besetzung wirkt, führt übers eingeladen werden von demjenigen, der bei uns den Workshop leitet, und braucht in der Regel zuvor die Teilnahme an unseren Weiterbildungen, damit es eine solide gemeinsame Basis gibt.

 

2014 – Die Ritualausbildung

Von Anfang an haben wir in der Arbeit mit Sobonfu gespürt, dass es so viel mehr von ihr zu lernen gäbe, über Rituale, über die geistige Welt, über unsere Verbindung damit und unsere Verantwortung als Menschen auf der Erde. Es dauerte zwei, drei Jahre, bis sie die Anfragen von mir und Judith Wilhelm, eine tiefergehende Ausbildung hier in Deutschland mit uns zusammen anzubieten, mit einem Ja beantwortete.

Aus einer Kombination von Sobonfu’s Inhalten für eine Ritualausbildung und unserem Circlewise-Ansatz zur Durchführung von Veranstaltungen entstand 2014 die erste dreijährige Ausbildung in naturverbundener Ritualarbeit, in Kooperation mit der Wildnisschule Wildeshausen.

Nach Sobonfu’s Scheiden im Januar 2017 starteten wir und zwei weitere Bildungsorganisationen (Wildnisschule Wildeshausen und Leben in Einheit) eine zweite, etwas veränderte Staffel (in drei Spielarten, die sich nach Ort, Menschen, Inhalten und Form jeweils etwas unterschieden). 

Sobonfu hat uns daran erinnert, dass wir als Menschen Rituale als Nahrung für die Seele zutiefst brauchen, und dass wir es im gemeinsamen Tun und Ausprobieren wagen können, Rituale zu entwickeln die hier und heute stimmig sind, authentisch und kraftvoll und zeitgemäß – weil sie gebraucht sind.

Mehr zur Ritualausbildung…

2016 – Das Circlewise Leadership Training

Die Workshops und Weiterbildungen die wir bei Circlewise anbieten, werden von vielen besonders für die intensiven Gemeinschaftserfahrungen geschätzt, die ein wichtiger Teil des Erlebens und Lernens sind.

Unzählige Male habe ich die Frage gehört: “Wie macht ihr das? Wie geht das?” Aus dieser Frage ist 2016 das Leadership Training entstanden.

Denn mit den Jahren wurde deutlich: Die Fülle an essentiellem Wissen, um die Veranstaltungen so leiten zu können, mit diesem gewissen “Zauber”, schaffe ich in keinem anderen Kontext zu vermitteln. Sogar unseren PraktikantInnen, mit denen wir relativ viel Zeit mit Gesprächen auf der Meta-Ebene verbringen, kann ich nur einen Bruchteil der Methoden und Herangehensweisen und Zusammenhänge an die Hand geben, mit denen ich die Programme konzipiere und in der Durchführung zusammen mit unseren HelferInnen-Teams begleite.

Gleichzeitig kam von einigen Empfängern von fachlicher Beratung und Coaching der Wunsch, eine Weiterbildung besuchen zu können, die nicht mit so viel intensivem Naturerleben verbunden ist, sondern sich auf das Vermitteln von Werkzeugen für die eigene Führungspraxis konzentriert.

Beides leistet unser Leadership Training, und inzwischen zeigt es auch deutlich, dass sich hier ein eigener Kreis von Menschen innerhalb des Circlewise-Netzwerkes findet, die miteinander auf Augenhöhe, in sicherem Rahmen und mit viel gegenseitiger Inspiration und Unterstützung darüber sprechen können, wie sie noch wirkungsvoller ihren Beitrag für die Welt schenken können, im Rahmen von ihrer Führungsverantwortung in ganz unterschiedlichen Kontexten.

Mehr zum Leadership Training…

Weiter lernen

Das Rückgrat unserer Arbeit bilden die Naturverbindungspraxis und das von Jon Young und anderen entwickelte 8 Schilde Modell. 

Gleichzeitig war es von Anfang an ein wichtiger Bestandteil unseres Lernens und Arbeitens, unser Wissen auch aus anderen Quellen anzureichern, überlieferte Informationen zu hinterfragen, blinde Flecken zu beleuchten und für die mündlich von indigenen Lehrern gehörten Prinzipien und Herangehensweisen praxisnahe Beispiele und Entsprechungen aus Hirnforschung, Sozialforschung, Psychologie, Organisationsberatung und anderen Feldern zu finden.

Von den Buschleuten habe ich gelernt, dass es wichtig ist, jedes Mal wenn eine Geschichte erzählt wird, etwas Frisches dazuzugeben, was es vorher darin noch nicht gab. Dieser Grundsatz zu Herzen genommen hat dafür gesorgt, dass es keine zwei gleichen Lehreinheiten bei uns gibt, sondern ich und auch viele andere unserer LehrerInnen die Inhalte immer neu aufarbeiten, die “Teachings” wachsen und sich entwickeln dürfen.

Wichtige, wiederkehrende Quellen für Wissen und Herangehensweisen, deren Einflüsse in unserer Arbeit deutlich zu spüren sind, waren beispielsweise der Organisationsberater Peter Block, der auf die Vorgänge im Gehirn spezialisierte Psychologe Daniel Siegel, die buddhistische Nonne Pema Chödrön, der Psychologe und Visionssucheleiter Bill Plotkin, der Mythologe Michael Meade und die zahlreichen ForscherInnen des Greater Good Science Centers der Universität in Berkeley, Kalifornien.

Der Verbindungskultur e.V.

2016 formte sich der Verein Verbindungskultur, e.V., der aus unserem Absolventenkreis entstanden ist und hier im Deggenhausertal, wo unser Basislager ist, gemeinnützige Lern-Erlebnisse entwickelt, rund um Naturverbindung, ein wertschätzendes, friedvolles Miteinander und zukunftsfähige Lebens- und Arbeitsweisen. Inzwischen gibt es von Viktoria Zimmer auch Projekte in der Nähe von Kassel.

2019 – weiter wachsen

Im Mai 2019 wurde Circlewise zur GbR – die ich nun in wirtschaftlicher Partnerschaft mit meinem Lebenspartner Aaron Gerwert führe. Auf zwei Paar Schultern verteilt lässt sich die Last an Aufgaben, Entscheidungen und Verantwortung viel leichter tragen, und gemeinsam schaffen wir so viel mehr von dem was uns beiden wichtig ist in die Welt zu schenken.

Im Juni 2019 traf sich auch erstmalig ein fester Circlewise-Helferkreis, ein Kreis von Menschen, welche die Arbeit in Inhalt und Form ausweiten und weitertragen können, hinein in ganz neue Themen und Wirkfelder. Aus diesem “Hütekreis” erwachsen bereits erste interne, auf das schon bestehende Circlewise-Netzwerk bezogene und auch öffentliche Circlewise-Projekte, z.B. die Wilde Gabe Jahresbegleitung

Im Januar waren wir noch auf unserer zweiten Reise zu den Buschleuten in der Kalahari

Mit dem Lindenhof haben wir im April nach langer Suche einen beständigen Ort für die meisten unserer Weiterbildungen gefunden

Wir konnten die erste und dadurch besonders aufregende Staffel der Ritualausbildung ohne unsere Lehrerin Sobonfu Somé im Juli durch ihre Initiationszeit begleiten und die Ausbildung im November nach 2,5 gemeinsamen Jahren abschließen 

Mit viel Unterstützung von der Gemeinschaft Schloss Tempelhof sind wir mit unserem Trauer-Feuer nach mehreren Jahren im Norden im November nach Süddeutschland umgezogen

Der Grundstein für unseren ersten Online-Kurs wurde gelegt, damit unser Verständnis und unsere Erfahrungen mit Trauer und Trauern in Gemeinschaft für noch mehr Menschen zugänglich wird, auch in anderen Teilen der Welt

Und alle Vorbereitungen sind dafür getroffen, dass im April 2020 unsere neue Weiterbildung “Trauern in Gemeinschaft” am Lindenhof starten kann.

 

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Mehr über unsere Verbindungskultur-Arbeit kannst du hier nachlesen…